Dr. Klaus-Uwe Gerhardt
Warum Grundsicherung nicht genügt – und wie Existenzsicherung neu gedacht werden muss


Forschung & Person

Autorenschaft, Arbeitszusammenhänge und öffentliche Beiträge

Klaus-Uwe Gerhardt (Jg. 1955) ist diplomierter Handelslehrer und promovierter Volkswirt. Er studierte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie an der Technischen Universität Darmstadt und promovierte an der Universität Potsdam, in Anbindung an das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Seit den frühen 1980er-Jahren befasst er sich mit Fragen der Existenz- und Grundsicherung sowie des garantierten Mindesteinkommens. Seine Forschungsgebiete liegen in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Bildungspolitik, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Wirtschafts- und Sozialgeschichte.


Seine Arbeiten verbinden empirische Analyse mit institutioneller und historischer Kritik. Im Zentrum steht die Frage, wie soziale Sicherheit unter Bedingungen von Strukturwandel, Prekarisierung und ökologischen Grenzen organisiert werden kann und welche Wirkungen unterschiedliche Anspruchsarchitekturen auf Teilhabe, Sicherheit und demokratische Akzeptanz entfalten. Maßgeblich sind dabei die Argumente, Befunde und institutionellen Analysen.

Forschungsschwerpunkte:

  • garantiertes Mindesteinkommen und Negative Einkommensteuer
  • Grundsicherungssysteme und Aktivierungspolitik
  • Erwerbsarmut, Transferentzugsraten, Nicht-Inanspruchnahme
  • institutionelle und normative Grundlagen sozialer Sicherung

Eine ausführliche biografische Darstellung wird bewusst zurückgestellt.

Einordnung
Die Analysen auf dieser Website beruhen auf einer institutionell und historisch informierten Perspektive der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Untersucht werden Wirkungszusammenhänge zwischen Einkommenssicherung, Erwerbsnormen und sozialstaatlicher Anspruchsarchitektur unter Bedingungen von Strukturwandel und Prekarisierung. Das garantierte Mindesteinkommen dient dabei als analytische Referenz zur vergleichenden Bewertung institutioneller Arrangements.